Die Einsatzkräfte der Feuerwehren kommen bei Einsätzen immer wieder auch mit gefährlichen Gasen in Berührung. Mit zunehmender Häufigkeit hört man in den Medien auch von Unfällen im Zusammenhang mit Kohlenmonoxid oder anderen Gasgefahren. Um in Zukunft für diese Situationen vorbereitet zu sein und auch die eigenen Einsatzkräfte entsprechend zu schützen, überlegte die Feuerwehr Elsarn am Jauerling seit einiger Zeit den Ankauf eines Gasmessgeräts. Der Umstand, dass im gesamten westlichen Bezirk Krems bisher kein derartiges Gerät stationiert war, unterstützte diese Überlegungen.
Schließlich ist es zielführend, dass nicht alle Feuerwehren jedes Gerät besitzen, sondern sich in den Ausrüstungen ergänzen und gegenseitig unterstützen. Nach reiflicher Überlegung, Konsultationen von Experten und Gerätetests fiel die Wahl auf das Gerät ALTAIR 4X der Fa. MSA-Auer. Es handelt sich dabei um ein einfach zu bedienendes Messgerät, welches das Standardeinsatzspektrum abdecken kann.

Die Anschaffung dieses neuen Einsatzgeräts nahm die Feuerwehr Elsarn zum Anlass und führte als erstem Ausbildungsschritt in diesem Gebiet eine Winterschulung zum Thema Messdienst durch. Diese wurde vom Bezirkssachbearbeiter Schadstoffe und Ausbilder der NÖ Landesfeuerwehrschule BM Lars Hintenberger durchgeführt. Es haben 23 Mitglieder der Feuerwehr Elsarn und einige Mitglieder der Feuerwehr Trandorf an diesem Vortrag teilgenommen.


Das tragbare Gerät wird bei der Feuerwehr Elsarn am Jauerling ab sofort zur Messung von Gasen in Gebäuden, Gruben und Kanalschächten oder auch im Freien verwendet. Der Gasdetektor kann mit seinen vier Sensoren die Konzentration von explosionsfähigen Gasen (EX), den Sauerstoffgehalt (O2) in der Umgebungsluft, die Konzentration von Schwefelwasserstoff (H2S, =Klärgase), sowie die Konzentration von Kohlenmonoxid (CO) messen. Das Einsatzspektrum des ALTAIR 4X umfasst somit auszugsweise die Festlegung einer Absperrgrenze bei einem Austritt von Gasen, Begehbarkeit eines landwirtschaftlichen Hochsilos durch Messung der Sauerstoffkonzentration, Nachweis von Schwefelwasserstoff in Kanalschächten und Messung von Kohlenstoffmonoxid in geschlossenen Rääumen.



Durch die Möglichkeit gefährliche und explosionsfähige Luft/Gas-Gemische oder sinkende Sauerstoffgehalte zu erkennen, erhöht sich die Sicherheit für die Einsatzkräfte und die betroffene Bevölkerung enorm. CO-Vergiftungen treten bspw. bei allen Arten von unvollkommener Verbrennung, durch Pellets-, Holz- oder Hackschnitzelheizungen, in der Landwirtschaft oder bei schlecht gewarteten Rauchfängen auf. Mit dem H2S-Sensor können bspw. austretendes Erdgas, Erdöl oder Fäulnisgase detektiert werden.
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